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Chronik TSV Deuerling

Auszug aus der Festschrift von 2001

Sportverein

 

 

 

Gründerzeit

 

Noch gab es in Deuerling keinen Sport-, keinen Fußballverein, die Jugendlichen und Schüler waren schon infiziert von diesem Bazillus „Fußball“ und spielten an Orten und Plätzen, wo man alles machen hätte können, nur keinen Sport betreiben, und in einer Ausrüstung, die heute milde belächelt würde. Aber sie spielten!

Der Idealismus dieser jungen Burschen gab der älteren Generation den Anstoß zur Gründung. Besonders Hauptlehrer Hans Spangler setzte sich stark ein und am 1. Oktober 1950 wurde ein Turn- und Sportverein Deuerling aus der Taufe gehoben.

Die Senioren  und die Jugendlichen:

Rudolf Birnthaler (1931)

Oswald Lintl (1929)

Josef Fink (1934)*

Johann Eibl (1929)

Franz Neumeister (1935)

Sebastian Lintl (1898)

Johann Giesl (1934)

Karl Eibl (1931)

Josef Meier (1912

Josef Ibler ((1912)

Richard Goss (1936)

Franz Hammer (1935)

Ernst Hollnberger (1933)*

Xaver Neuberger (1934)

Anton Spangler (1896)

Johann Eichinger (1932)

Mathias Goss (1900)

Josef Goss (1933)*

Ernst Giesl (1929)

Fritz Politzka (1933)*

Anton Pelech (1909)

Jos. Promberger (1904)

Heinrich Rappl (1927)

Johann Rappl (1919)

Otto Jäger (1910)

Anton Weigert (1902)

Adolf Kobler (1919)

Georg Weixner (1888)

Jos. Schmidmeier (1934)*

Franz Weixner (1935)

Karl Rappl (1933)

 

 

 

 

standen Pate und wählten Hans Spangler zu ihrem Gründungsvorsitzenden.

 

Die im ersten Jahr des Bestehens Hinzugekommenen könnte man zum erweiterten Kreis der Gründungsmitglieder zählen

Die Senioren  und die Jugendlichen:

Otto Kuhn (1929)

Werner Fink (1935)*

Johann Weigert (1933

Johann Schweiger (1931)

Karl Reichel (1920)

Josef Rieger (1930)

Paul Eckstein (1920)

Philipp Zirngibl (1934)

Josef Brunner (1930)

Erwin Winkelmann (1930)

Karl Ettl (1927)

Herbert Josef (1937)*

Hans Birnthaler (1937)*

Karl Jobst (1935)*

 

*Von den Gründungsmitgliedern und den im Gründungsjahr hinzugekommenen leben bzw. sind noch neun Mitglieder des TSV Deuerling

 

.Als Vereinsbeitrag wurde ab 01.01.1951 Festgelegt:

Aktive Mitglieder von 14 – 18 Jahre monatlich 0,50 DM

 

Aktive Mitglieder über 18 Jahre monatlich 0,50 DM

 

Passive Mitglieder monatlich 1,00 DM

Kassenstand am 05,04,1952

258,16 DM

 

Zugleich wurde der Verein beim Bayerischen Fußballverband angemeldet.

 

 

Die ersten Jahre nach der Gründung

 

Bei der Generalversammlung am 05,04,1952 wurden ein Mitgliederstand von 11 Junioren,10 Seniore und 11 Ehrenmitgliedern (so wurden die Passiven genannt) ermittelt

 

Das erste fußballerische Ereignis war im Jahre 1951 ein Faschingsspiel zwischen Männern und verkleideten Frauen, das 4:3 für die Männer endete und das dem Chronisten fast 2 Seiten im Niederschriftenbuch wert war. Schließlich aber begann dann der Fußballauftakt mit je 1 Schüler- und Jugendmannschaft gegen Hohenschambach.

Ergebnis:

Schüler 3:1 für Deuerling (Torschützen: J. Birnthaler, L. Schmidmeister und J. Hofmeier)

Jugend 8:2 für Deuerling (Torschützen: R. Birnthaler 3, H. Giesl 2, H. Rappl 1, R. Goss 1 und  J. Fink 1)

 

Im gleichen Jahr nahmen die Senioren an einem Turnier von Reservemannschaften in Laaber teil. Sie konnten sich den 1. Platz sichern und den Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Im übrigen wurden nur Freundschaftsspiele ausgetragen. Erst im Jahr 1954 änderte sich die Situation. Der jetzige Ehrenvorsitzende Karl Götz stieß zum TSV Deuerling und begann die Aufbauarbeit, um in diesem Jahr den Verbandsspielbetrieb aufnehmen zu können, und zwar in der für unseren Bereich zuständigen niedrigsten Klasse, der B-Klasse (jetzt Kreisklasse).

 

Aber auch andere Aufgaben waren zu lösen, um dem jungen Verein eine breite Basis zu verschaffen. Eine Satzung musste ausgearbeitet werden, in der die Grundsätze des Vereinszweckes niedergeschrieben wurden. Schon bei der Gründung war man der Ansicht, dass Sport und Geselligkeit eine Einheit bilden sollten. Einfacher gesagt, man wollte den Mitgliedern die bestmöglichen Angebote zur sportlichen Leibesertüchtigung anbieten und die Geselligkeit nicht auf den Ort beschränken, sondern auf Freundschaften mit anderen Vereinen ausdehnen.

Im Jahre 1957 wurde auch das neue Vereinsemblem, mit dem springenden Rösslein aus dem Firmenlogo der Brauerei Goss, zu Ehren des 1956 verstorbenen ersten Ehrenvorsitzenden Mathias Goss, des Vereins geschaffen. Die Satzung war auch Voraussetzung zum Eintrag in das Vereinsregister, der im Jahr 1962 erfolgte. Den ehrenamtlich Tätigen im Verein wurde damit eine gewisse haftungsrechtliche Absicherung gegeben.

 

 

Vereinsentwicklung

 

Nach dieser Gründungszeit mit den entsprechenden Aufgaben begann alsbald die Bemühungen, dem Auftrag  der Satzung gerecht zu werden, das Image eines Ein-Sparten-Vereins abzulegen und den Mitgliedern die Gelegenheit zu geben, möglichst nach ihren Vorstellungen sportlich und gesellig tätig zu werden. Dazu wurden neue Abteilungen ins Leben gerufen. Freilich musste man auch Fehlschläge  und negative Erfahrungen einkalkulieren. Sie sind unter A) zusammengestellt,  während unter B) der Werdegang unserer sieben aktiven Sparten mit nachfolgenden aktuellen Abteilungsberichten aufgezeichnet ist.

 

A)

Theatergruppe:

 

Anlässlich der 1. Weihnachtsfeier im Jahre 1954 führten Vereinsmitglieder ein Hirtenspiel auf, das guten Anklang fand. Die Spieler fanden zu einer losen Gruppe zusammen,  die in unregelmäßigen Abständen unter Leitung von Karl Götz volkstümliche Lustspiele aufführte. Der Reinerlös daraus floß der Vereinskasse zu. In einer Reihe von Jahren gab die Theatergruppe auch in den umliegenden Orten Vorstellungen. Am 07.12.1988 wurde letztmals gespielt. Endgültig löste sich die Gruppe auf, als im Jahre 1993 ein neuer Auftritt nicht zustande kam.

 

 

Schießsport:

 

Nach einigen Vorgesprächen stimmte der Vereinsausschuss der Übernahme des Schützenvereins Deuerling als Abteilung des TSV am 13.03.1959 zu und bestellte Ludwig Seitz zum ersten Abteilungsleiter. Alle Bemühungen, den Schießsport in Deuerling wieder zu aktivieren und einen geregelten Betrieb aufzubauen, scheiterten jedoch sowohl an den gebäudlichen als auch an den nicht unbedingt idealen personellen Voraussetzungen. In der Mitgliederversammlung am 06.01.1963 mußte leider die Auflösung mitgeteilt werden.

 

 

Faustball:

 

Im gleichen Jahr wurde dann eine Faustballabteilung ins Leben gerufen, deren Leitung Lehrer Hubert Lindner übernahm. Nach der ersten Punktspielsaison konnte im folgenden Jahr aus Interessenlosigkeit keine Mannschaft gemeldet werden. Die Auflösung war folglich nicht mehr zu  verhindern.

 

 

Tischtennis:

 

Die 1970 fertiggestellte Schulturnhalle brachte dem TSV Deuerling einen enormen Aufschwung. Konnte doch der Aufbau von Sportdisziplinen in Angriff genommen werden, die zu ihrer Ausübung auf Gebäude angewiesen sind.

Gespräche mit dem TC Heimberg über einen Zusammenschluss führten leider zu keinem positiven Ergebnis. Fazit daraus war die Gründung einer

TT-Abteilung unter Leitung von Gottfried Büttner am 28.01.1971. Mit zwei Senioren- und einer Jugendmannschaft nahm man an den Pflichtspielen teil. Der größte Erfolg war das Vordringen der Damenmannschaft in das Endspiel um den Kreispokal 1980. Obwohl die Fusion Deuerling/Heimberg am 03.05.1973 doch zustande kam, ging das Interesse nach dem Ausscheiden von Abteilungsleiter Büttner erheblich zurück. 1987 konnte dann keine Herrenmannschaft gemeldet werden. Das Ende der Abteilung war damit vorprogrammiert. Der Betrieb wurde 1990 eingestellt.

 

B)

Fußball:

 

Das Fußballspiel gab den Anstoß zur Vereinsgründung. Fußball war in den vergangenen fünfzig Jahren die Hauptsportart. Sie ist es jetzt und wird es wohl auch in Zukunft bleiben.

 

Wie zu erwarten, hatte auch unsere Mannschaft in den Anfangsjahren kräftig Lehrgeld zu bezahlen. Im ersten Pflichtspieljahr blieb für uns nichts anderes übrig als der letzte Platz. Doch konnten wir in Undorf mit einem 2:1 Sieg die ersten Punkte einfahren. Fazit des ersten Jahres war: Ohne Nachwuchsarbeit gibt es keinen Aufwärtstrend. Heinrich Rappl wurde dafür bereits im Jahre 1954 zum ersten Jugendleiter gewählt und mit dem Aufbau einer Jugendmannschaft beauftragt. In der Generalversammlung 1958 konnte die Abteilung voller Genugtuung berichten, dass der Verein in den abgelaufenen drei Jahren mit keinerlei Strafe durch das Sportgericht belegt wurde.

 

Die Jugendarbeit trug im Jahre 1964 die ersten Früchte. Unsere Mannschaft wurde in ihrer Gruppe erstmals Meister und im folgenden Jahr Vizemeister. In dem  Berichtszeitraum konnte die Jugend weitere schöne Erfolge erringen. Im umorganisierten Jugendspielbetrieb mit Auf- und Abstiegsklassen wurden Meisterschaft und Aufstieg erreicht. Leider verursacht die Altersgrenze in der Jugendarbeit alljährlich erhebliche Probleme und in jedem Spieljahr ist ein Neuaufbau erforderlich. Die abnehmende Zahl an Jugendlichen zwang uns aber auch, von dem nun zugelassenen Mittel, der Spielgemeinschaft, Gebrauch zu machen. Dessen ungeachtet sind zur Zeit ca. 145 Jugendliche in den verschiedenen Altersklassen aktiv.

 

Mit dem Ansteigen der Mitgliederzahlen von aktiven Herrenspielern wurde es notwendig, eine Reservemannschaft in den Spielbetrieb aufzunehmen.1959 erteilte der Vereinsausschuss die Genehmigung (1973 wurde aus dem selben Anlass eine Alte Herren-Mannschaft aufgebaut). Im Gegensatz zu Heute galten diese Spiele als Privatspiele. Sie wurden jeweils mit den Reserven der Vereine, die mit der 1. Mannschaft im Pflichtspielbetrieb standen, zusammengefasst.

 

Die Fußball-Damenmannschaft wurde 1976 ins Leben gerufen. Anfangs belächelt von ihren männlichen Kollegen, können sie nun auch schon auf 25 Jahre Damenfußball zurückblicken. Zu einem denkwürdigen Freundschaftsspiel gegen die Damenmannschaft des großen FC Bayern kam es 1978. Diese Truppe war damals absolute Spitze in Bayern. Es gab zwar eine saftige Niederlage, aber zwei Aspekte sprachen für dieses Spiel. Zum einen kamen so viele Zuschauer wie nie zuvor nach Deuerling und zum anderen bekamen alle eine Fußball-Delikatesse geboten. Mancher ging mit einem nachdenklichen Gesicht und einer anderen Einstellung zum Frauenfußball nach Hause.

 

 

Kegeln:

 

Nach dem Motto, “Kegeln ist im Verein am schönsten“, gründeten 1980 Johann Eibl (†), Johann Fischer, Albert Hollnberger, Karl Ley, Martin Mosch, Josef Rödl, Günter Seidl und Hermann Popp (†) die Sportkegelabteilung im TSV Deuerling. Auch die Kegelabteilung hat mehr als 20 Jahre auf dem Buckel. Seit der Gründung der Abteilung mit 13 Sportkeglern in zwei Mannschaften, erfolgte eine stete Weiterentwicklung. Die Abteilung verfügt derzeit über zwei Damen und 4 Herrenmannschaften mit über 40 aktiven und einigen passiven Mitgliedern. Damit ist der TSV im Sport-Kegler-Verein Regensburg (SKVR) zu einem der größten Clubs gewachsen. Durch aktive Mitarbeit auf Funktionärsebene im Dachverein (SKVR) hat sich der TSV Deuerling über die Gemeindegrenze hinaus einen sehr guten Namen gemacht.

 

Als Glücksgriff entpuppte sich die 1984 ins Leben gerufene Jugendarbeit, Mädchen und Jungen wurden an den Kegelsport herangeführt Trotz (zu dieser Zeit) schlechtem Images des Kegelsports. Heute bilden diese Jugendlichen den Kern unserer aktiven Spielerinnen und Spieler.

 

1991 entschloss man sich eine Damenmannschaft zum Spielbetrieb anzumelden. Die Damen entwickelten einen solchen Ehrgeiz und überflügelten sogar die 1. Herrenmannschaft in der Spielklasse, seit etlichen Jahren hat sich die 1. Damenmannschaft in der Oberpfalzliga etabliert und kratzt immer deutlicher am Aufstieg in die Regionalliga Mittelfranken/Oberpfalz.

 

Die größten Erfolge des TSV Deuerling sind wohl den Jugend-Keglern vorbehalten. Mit mehreren Kreis-, Bezirks- und Bayerischen Meisterschaften im Einzel sowie Mannschaft im SKVR ist es noch nicht genug. Es wurden auch mehrmals Bayernpokalsiege und sogar Deutsche Meisterschaften (einmal 1., einmal 2. und zwei mal 3. Platz) nach Deuerling geholt.

 

Die absolute Spitze, war die Berufung von Thomas Dechant zum Jugendnationalspieler, Er vertrat nicht nur die Farben Deutschlands, sondern auch die des TSV Deuerling bei der Jugendweltmeisterschaft 1998 in Blansko (Tschechische Republik).

 

 

Gymnastik:

 

Mit der Fertigstellung der Schulturnhalle 1970 gab die Generalversammlung ihre Zustimmung zum Aufbau einer Gymnastikabteilung. Sie dient natürlich nur dem Breitensport und brachte dem Verein einen erheblichen Mitgliederzuwachs. Während die Männer Geräteturnen bevorzugten (leider versiegte das Interesse mit dem Winterende und Frühlingsbeginn), blieben die Frauen bei der Bodengymnastik. Sie mussten alsbald nach Alter und Neigung mehrere Gruppen bilden, z. B. Aerobic oder Rückengymnastik (auch Rückenschule).

 

Durch das Bewusstsein „Körperertüchtigung fördert die Gesundheit“ wurde die Gymnastikabteilung immer weiter ausgebaut, zur Zeit werden 7 verschiedene Arten von Gymnastik angeboten: Damen-Gymnastik, Kinderturnen, Rückengymnastik, REHA-Sport, Aerobic, Aerobic-Stepp und Walking.

 

 

Karate:

 

Die erste urkundliche Erwähnung der Karateabteilung Deuerling ist ein Trainervertrag, den der TSV Deuerling mit Herrn Hans-Peter Haller zum 1. Juli 1989 abgeschlossen hat. Die anschließende Probezeit übersteht die Abteilung glänzend. So wird sie bereits im Mai des selben Jahres als ordentliche Abteilung mit Sitz und Stimme im Vereinsausschuss bestätigt.

 

Der damalige Anfangsmitgliederstand von 45 Erwachsenen und Kindern stieg über die nächsten Jahre an, und erreichte 1997 eine historische Höchstmarke von 72 Mitgliedern. Das Training fand bis zum Bau des neuen Sportheimes in der Turnhalle der Grundschule Deuerling statt, die man sich mit anderen Abteilungen teilen musste. So waren anfänglich ungünstige Trainingszeiten nicht zu vermeiden. Trotzdem konnte der Enthusiasmus und Ehrgeiz der Mitglieder nicht gebremst werden. Mit dem Einzug ins neue Sportheim des TSV wurde endlich ein differenzierteres, nach Fortschrittstufe der Karateka gegliedertes, viermaliges Training pro Woche möglich.

 

Gegen Ende der 90-er Jahre behielt die Abteilung eine konstante Mitgliederstärke von ca. 55 aktiven Mitgliedern, die ihr lokales Dojo verließen und sehr wohl über den eigenen Tellerrand hinaus blickten. Die Teilnahme an regionalen Meisterschaften, überregionalen Lehrgängen und internationalen Vergleichskämpfen zeigt, dass unsere  Karateka nicht hinter ihren Mauern verbarrikadieren, sondern stets versuchen, ihre Form und Erfahrung zu erweitern. So maßen sie sich zum Beispiel mehrmals zusammen mit Regensburger Karatekas mit einer Auswahl aus Clemont-Ferrand (Frankreich) oder nahmen erfolgreich an der Meisterschaft der Bezirksjugend oder auch der Oberpfalzmeisterschaft der Senioren teil.

 

 

Ski:

 

Gegründet wurde 1993 eine Ski- und Radabteilung was aber bald zu einer reinen Skiabteilung umfunktioniert wurde. (Radfahrten waren mehr eine Domäne der Männer vor allem am Vatertag, wo man besser ohne Auto unterwegs ist.) Hier werden keine Alpinmeisterschaften oder Langlaufrennen ausgetragen.

 

Es werden mehrere Ausfahrten ( ein- oder mehrtägig) organisiert. Vorwiegend nach Österreich in die Regionen Salzburger-Land, Tirol und Steiermark. Diese Fahrten sollen nur Freude und Spaß am Skifahren bringen.

Feste Bestandteile der Skisaison sind Anfang Januar eine Mehrtagesfahrt zu der altbekannten Berghütte „Munzenhof“ in der Flachau, sowie die Saisonabschlussfahrt nach Obertauern.

 

 

Volleyball:

 

Bereits am 7.5.1984  ging ein Antrag zur Gründung einer Volleyballabteilung beim Vereinsausschuss ein, der dann auch in der Zeitung veröffentlicht wurde. Das Ergebnis war absolute Funkstille. Erst 1993 bewilligte der Vereinsausschuss einer Mädchenmannschaft die Anschaffung von fünf Volleybällen. Am Anfang trainierten alle Mitglieder in einer Trainingseinheit, aber zu Vorbereitung auf die erste Saison wurden die jungen Spielerinnen auf zwei Trainingseinheiten aufgeteilt.

 

 Mittlerweile trainieren mehr als 30 Mädchen, junge Frauen und einige Jungen in der Turnhalle der Grundschule Deuerling. Seit 1998 gibt es auch eine wunderschöne Beachvolleyball-Anlage auf dem Sportgelände des TSV am Steinerbrückler Weg.

 

 

Stockschießen:

 

Nach 10-jährigemKampf wurde die Stockabteilung des TSV durch den Initiator Reinhard Buchhauser in das Leben gerufen. Am 5.6.1997 konnte die Gründungsversammlung im TSV Sportheim abgehalten werden. Es fanden sich 53 Gründungsmitglieder ein. Als Führungsmannschaft  wurden Abteilungsleiter Reinhard Buchhauser, Stellvertreter Kurt Neuberger, Schriftführer Jürgen Neuberger, Kassier Eduard Helgert und Spielleiter Anton Hofmeier gewählt.

 

 Mit dem Bau der Stockbahnen konnte nun begonnen werden. Ende August konnte die Fa. Guggenberger die Asphaltschicht aufbringen, Spielfeldmarkierungen und Holzumrandungen wurden noch angebracht, dann ging es los. Zum Trainingsbeginn auf den neuen Asphaltbahnen haben alle Stockschützen ihre neu angeschafften Turnierstöcke testen können. Eine „Aufwärmhütte“ für die Stockschützen wurde 1998 mit einer Eigenleistung von 1200 Arbeitsstunden errichtet.

 

 

Besondere Ereignisse

 

Das 10- und 20-jährige Gründungsjubiläum wurde mit je einem Pokalturnier gefeiert, das beide Male unser Patenverein aus Laaber gewinnen konnte. Vereinsehrennadeln für 10-jährige Treue zum Verein wurden erstmals verliehen.

 

Mit dem Besuch des SC ZIAG Leopoldsdorf bei Wien im Jahre 1963 wurde eine Freundschaft gegründet, die länger als 10n Jahre bestand und mit gegenseitigen Besuchen gefördert wurde. Erst als auf beiden Seiten die “Gründer-Spieler“ aus dem aktiven Spielbetrieb ausschieden, endete diese nette Kameradschaft. Aber auch die sich anbahnende Fusion mit dem anderen Ortsverein, Hertha Leopoldsdorf, trug das seine bei.

 

Der Versuch, im Jahre 1968, auch mit dem Berliner Verein, BFC Concordia 57 Bukow, ein ähnliches Verhältnis aufzubauen, scheiterte an den zu krassen landsmannschaftlichen Gegensätzen.

 

Das 25-järige Gründungsjubiläum, zu dem auch wieder unsere Freunde aus Leopoldsdorf anreisten, wurde mit einer dreitägigen Feier begangen. An Stelle eines Zeltes wurde der alte und urtümliche Stadel unseres Festwirtes einer gründlichen Reinigung und Schmückung unterzogen. Außerdem wurde der Betriebshof überdacht. Dem Verein wurde durch diesen Idealismus und Arbeitseinsatz eine hohe Ausgabe erspart. Bei den Sportlichen Begegnungen gab es bei dem Fußballspiel um den 3. Pokalrang eine Neuheit. Der Sieger konnte nur durch das Los ermittelt werden. Beim Stand von 11:11 im Elfmeterschießen wurde abgebrochen und durch das Los der 3. Platz entschieden.

 

Schließlich wurde 1990 das 40-jährige Bestehen mit der Einweihung des neuen Vereinsheims verbunden.

 

 

Baumaßnahmen

 

Nach der Vereinsgründung war dem 1955 erstmals gewählten Spielleiter Karl Götz, heute Ehrenvorsitzender, klar, dass der von der Gemeinde und dem TSV angemietete Sportplatz in keiner Weise den Anforderungen entsprach. Er trieb die Verbesserung oder Umbau des jetzigen “Alten Sportplatzes”voran. Mit staatlichen Zuschüssen, Eigenmitteln und viel Eigenleistung, in die anerkennungsweise die Schulkinder mit eingebunden wurden, konnte im Frühjahr 1656 die Maßnahmen beginnen und am 23.9.1956 mit einem Pokalturnier der Mannschaften aus Hemau, Laaber, Schönhofen und dem Platzverein in Betrieb genommen werden. In den Spielen nach der kirchlichen Weihe konnte der SSV Schönhofen den Siegerpokal in Empfang nehmen. Besonderer Dank wurde dem Paterverein SV Laaber (jetzt TSG Laaber) ausgesprochen. Der Patenverein stellte dem TSV Deuerling damals während der Bauzeit uneigennützig seinen Platz zur Verfügung.

 

Nach mehrjährigen Vorbereitungen und Verhandlungen, in denen vom TSV her auch der Bau von Umkleideräumen an diesem alten Sportplatz angeregt und von der Gemeinde der Bau eines Schwimmbades und einer Turnhalle ins Gespräch gebracht wurde, einigte man sich schließlich auf einen “Neuen Platz” mit Wasch- und Umkleideräumen, einschließlich Geräteraum. Nach Klärung der Platzfrage, der Eigentumsverhältnisse und der Finanzierung stand dem Projekt nichts mehr im Wege. Die Gemeinde übernahm nach der Heuernte 1965 die Durchführung im Rahmen der Förderung des Schulsportes. Die feierliche Übernahme wurde vom 24. - 26.5.1969 mit der kirchliche Weihe und einem Pokalturnier der nachfolgenden Mannschaften (in Siegerreihenfolge) begangen: TSV Kareth-Lappersdorf, ASV Undorf, Ratisbona Regensburg, TSV Riedenburg, SV Laaber, BSC Regensburg, SC Sinzing und DJK Altenthann. Unsere Elf trug ein Freundschaftsspiel gegen den SC ZIAG Leopoldsdorf bei Wien aus. Die Mannschaft des TSV rundete damals die Freude über das gelungene Werk mit dem Aufstieg in die B-Klasse (jetzige Kreisklasse) ab. Zwischen diesen beiden Maßnahmen wurde am alten Platz vom TSV in Eigenregie, ohne Bezuschussung, eine Trainingsbeleuchtung installiert.

 

Noch waren die Arbeiten an den Wasch- und Umkleideräumen im Gange, als 1967 die Antragssperre für staatliche Mittel über den BLSV aufgehoben wurden. Der Verein beantragte, um Zuschüsse zu erreichen, bei der Gemeinde einen Anbau, der abgelehnt wurde.

 

Im Vorfeld der kommunalen Gebietsreform des Jahres 1972 sorgte sich der Vereinsausschuss um das Eigentums- und Benutzungsverhältnis der eben erst erbauten Sportanlage, zu der glücklicherweise der alte Sportplatz beibehalten wurde. Zu diesem Zeitpunkt und diesem Anlass wurden die ersten Gedanken und Überlegungen für ein Vereinsheim im Vereinsausschuss “angedacht”. Sie führten aber bis zum Jahre 1983 zu keinem Ergebnis. Der Antrag in diesem Jahr an die Gemeinde mit Planskizzen auf Erweiterung des Gebäudes ereilte aus verschieden Gründen das gleiche Schicksal wie bereits im Jahre 1967.

 

Erst eine neue Führungsmannschaft befasste sich ab 1987 energisch mit dem Bau eines Vereinsheimes. Natürlich gab es unheimlich viele Probleme zu lösen, angefangen von der Ermittlung des Raumbedarfes, über die Beilegung einer Kontroverse wegen der Herausnahme der Kegelbahn bis zur Genehmigung des vorzeitigen Baubeginns durch die Staatsmittelstelle des BLSV und der Genehmigung des Bauantrages durch das Landratsamt Regensburg. Eine Hilfe war auch der inzwischen überarbeitete und in Kraft getretene Flächennutzungsplan der Gemeinde Deuerling, der die Grundstücke rechts der Schwarzen Laaber zwischen Ortsende Deuerling und Beginn Steinerbrückl als Gemeindebedarfsfläche “Sport” ausweist. Im übrigen wurden die Vorstellungen des TSV mit möglichst geringem Kfz-Verkehr in diesem Bereich bei Parkplätzen auf der linken Flussseite und Fußgängersteg bei späteren Beratungen im Gemeinderat als besonders gut bezeichnet.

 

Wenn sich auch die Wünsche des TSV nicht restlos umsetzen ließen, so konnte doch das Vorhaben mit der stolzen Bausumme von ca. 900.000,- DM am 15.6.1990 mit dem Abriss des alten Gebäudes begonnen werden. In etwa teilt sich der Finanzplan folgendermaßen auf: 1/3 Fremdgelder (staatliche Zuschüsse), 1/3 Gemeinde, 1/3 Verein. Es war klar, dass jede weitere zusätzliche Mark der TSV Deuerling aufzubringen hatte.

 

Vorbildlich war der Eifer und Einsatz der Mitglieder. Auch von vielen, die sonst nicht bei Veranstaltungen zu sehen sind. Nicht einmal drei Monate waren vergangen und er Richtkranz konnte aufgezogen werden. Um es kurz zu sagen: Der vorgesehene Fertigstellungstermin konnte trotz eines langen Winters eingehalten werden, ebenso der Finanzplan. Den vielen, vielen Helfern gebührt der große Dank für diese einmalige Leistung und hoffentlich ist niemand verärgert, wenn trotzdem zwei Personen besonders hervorgehoben werden: Zum einen ist es Josef Meier, der mit seinem fachlichen Können die gesamte Bauleitung fest im Griff hatte, keine Nachlässigkeit duldete und auch für die Sicherheit am Bau sorgte. Darüber hinaus half er fleißig mit, manche Mark einzusparen. Der andere ist Johann “Mecki” Eichinger, der mustergültig den Einsatz der Helfer organisierte, stets für die notwendige Anzahl von Leuten und auch für die richtigen Fachkräfte sorgte. Beide haben noch ein besonderes Dankeschön verdient.

 

Wie nicht anders zu erwarten, wurden das Gründungsjubiläum und die Einweihung des neuen Sportheims zusammengelegt. Am letzten Juliwochenende wurde vier Tage lang kräftig gefeiert. Zur guten Stimmung trug auch der Aufstieg der 1. Mannschaft in die A-Klasse (jetzige Kreisliga) bei.

 

Lange musste die jüngste Sparte, die Stockabteilung, warten, bis man ihr die nötigen Voraussetzungen schuf bzw. schaffen konnte. Es waren Kräfte von außen, die dies verhinderten. Bereits 1980 rührte sich eine große Zahl von Interessenten an dieser Sportart, um ihr Anliegen, eine Stockbahn zu bauen, auf die Reihe zu bringen. Man kann sagen, in regelmäßigen Abständen meldeten sie sich zu Wort. Immer wieder mußten sie vertröstet werden. Es stünden keine Grundflächen zur Verfügung bzw. die Preisvorstellungen der abgabewilligen Eigentümer wären nicht bezahlbar. Im Dezember 1996 waren dann genau diese Preise erschwinglich und die Gemeinde erwarb die restlichen Flächen im “Sport”-Gebiet. Dann ging alles Schlag auf Schlag. Nach zähen Verhandlungen mit der Gemeinde über die beiderseitigen Leistungen beim Bau des ersten Teils der Stockbahnen mit “Aufwärmhäuschen”, eines Fußballplatzes für Kleinfeldspieler (7er-Mannschaften) und eines Beach-Volleyballplatzes konnte das am 3.7.1997 von einer außerordentlichen Mitgliederversammlung genehmigte Projekt in die Tat umgesetzt werden. Am 20./21.6.1998 wurden die Anlagen nach kirchlicher Weihe ihrer Bestimmung übergeben.

Auch hier führten die Mitglieder mit hohem ideellen Einsatz alle machbaren Arbeiten aus. Allen Helfern, voran dem Spkmd Reinhard Buchhauser sprach die Vereinsführung besonderen Dank für diese uneigennützige Hilfe aus. Die Sportler zeigen seitdem wie wichtig ihr Anliegen für sie war und danken es einer wöchentlich dreimalig starken Frequentierung und Inanspruchnahme.

 

Der Vollständigkeit halber sei noch zu erwähnen, dass trotz der guten Tallage die Rasenplätze, z. B. bei großer Hitze oder Ausbesserung des Rasens, zu besprengen sind. Dazu wurde eine Beregnungsanlage von der Mitgliederversammlung genehmigt. Die bisherige Art, das Wasser der Leitung zu entnehmen und die Zahlung auf dem Wege einer Spende zurück zu bekommen, war nicht mehr machbar. Auf Einspruch einer Privatperson durfte das benötigte Wasser nicht mehr der Schwarzen Laaber entnommen werden, sondern mußte ein Grundwasserbrunnen abgeteuft werden. Die Maßnahme wurde im Jahr 1996 vollendet und dann nach den 1998 neu erbauten Projekten erweitert.

 

 

Ausblick

 

Der TSV Deuerling kann mit Recht stolz auf das in einem halben Jahrhundert Geschaffene sein. Ebenso dankbar wie stolz auf seine Leistung ist er den Mitgliedern und anderen Personen für den ideellen Einsatz bei all diesem Werken, andererseits auch den Behörden für Ratschläge und finanzielle Hilfen. Angefangen bei der Gemeinde Deuerling, die im Endeffekt zur Erfüllung einer ihrer Pflichtaufgaben die größtmögliche finanzielle Unterstützung gab, über den Landkreis, Bezirkstag bis zum Land Bayern, das über den BLSV staatliche Zuschüsse gewährte.

 

Dennoch können und dürfen die Hände nicht in den Schoß gelegt werden, um das Sport- und Freizeitzentrum Deuerling zu vervollständigen und mit Leben zu erfüllen. Die nächsten Aufgaben warten schon: Erweiterung und Ausbau des alten Sportplatzes zu normalem Spielfeld und mit spielfähiger Flutlichtanlage, Bau einer Kegelbahn, Erweiterung der Stockbahn, Steg u. dgl. (In keiner festgelegten Reihenfolge!).

 

Der TSV Deuerling hat bisher alle personellen Probleme, waren sie noch so groß oder umfangreich wie die Presse einmal titelte: “Sehr hoher Funktionarsverschleiß beim TSV in Deuerling”, gemeistert, dank vieler Idealisten, z. B. Karl Hofmann. Möge es im zweiten halben Jahrhundert sein wie im ersten: Zusammenhalt und Kameradschaft, Treue und Idealismus, Fairness und Einsatz um die vor uns liegenden Ziele zu erreichen.

 

Ad multos annos!

 

 

 

Vorsitzende des TSV Deuerling

 

Hans Spangler

Paul Eckstein           

Matthias Goss          

Josef Goss                

Karl Götz

Martin Fischer

Johann Giesl            

Karl Hofmann           

Martin Mosch            

Kurt Neuberger (Steinerbrückl)

 

01.10.1950 - 18.08.1951

18.08.1951 - 05.04.1952

05.04.1952 - 06.01.1955

06.01.1955 - 06.01.1665

06.01.1965 - 06.01.1976

06.01.1976 - 06.01.1979

06.01.1979 - 24.10.1986

24.10.1986 - 06.01.1999

06.01.1999 – 28.01.2007

28.01.2007 - bis jetzt

 

Ehrenmitglieder

Volker Scherübl, Johann Eichinger, Neuberger Kurt (Deuerling)

 

Verstorbener Ehrenvorsitzender

Matthias Goß, Karl Götz

 

Verstorbene Ehrenmitglieder

Fischer Franz sen., Josef Riedl, Anton Uhlig sen., Josef Fink sen., Max Bink, Thomas Eichenseher se., Franz Graf sen., Josef Meier sen.,

Xaver Neuberger sen., Franz Seidl sen., Hans Rappl, Hans Wurm, Alois Seidl, Martin Fischer, Josef Goß sen., Johann Rödl,  Rodolf Hartl,

Erich Michl.